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… eine Informationsveranstaltung im Seemannsclub „Welcome“, Bremerhaven am 30.04.2013 Künstlerische Gestaltung durch das Dokumentartheater „Das Letzte Kleinod“, unterstützt durch die Bürgerstiftung Bremerhaven, den Senator für Wirtschaft und Häfen der Freien und Hansestadt Bremen sowie mit Beiträgen des Senats, der Internationalen Transportarbeitergewerkschaft, des Verbands Deutscher Reeder und der Deutschen Seemannsmission.

Kaum ein Berufsfeld wird so verklärt wie das der Seeleute. Doch die Realität ist alles andere als romantisch: Auch die Seeschifffahrt hat sich zu einem modernen Industriekomplex entwickelt. Die Frachtschiffe sorgen dafür, dass die Warenströme der globalen Weltwirtschaft fließen. Durch ständige Technisierung werden die Mannschaften immer kleiner, große Seeschiffe werden inzwischen nur noch mit einem Dutzend Seeleuten besetzt.

Dadurch werden die Belastungen des Einzelnen immer größer. Neben der regulären Arbeitszeit müssen die Seeleute oft nächtliche Wachdienste übernehmen und auch beim Be- und Entladen der Schiffe mitarbeiten. Durch die hohe Effizienz der Containerlogistik werden die Liegezeiten immer kürzer, ein Landgang nach wochenlanger Seereise ist nur den Wenigsten möglich. Seeleute leben an ihrem Arbeitsplatz, monatelang und ohne Kontakt mit ihren Familien und Freunden. In den Häfen kümmern sich die Seemannsmissionen um die Seeleute, erfüllen Bedürfnisse des Alltags, machen Kommunikation mit den Familien möglich, spenden Trost.
In diesem Jahr wird das internationale Seearbeitsübereinkommen MLC 2006 in Kraft treten, das international gültige Standards in den Arbeitsbedingungen setzt, die für die Mehrzahl der Seeleute eine Verbesserung darstellen werden. Erstmalig ist dabei ausdrücklich der Dienst der Seemannsmissionen eingearbeitet worden. Seeleute sollen im Hafen ungehinderten Zugang zu diesen Einrichtungen haben.

Dies ist für die DSM Bremerhaven Anlass, mit dieser Veranstaltung an die Öffentlichkeit zu treten und Aufmerksamkeit für die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Seeleute schaffen.
Dafür wird der Autor und Regisseur Jens-Erwin Siemssen eine Reise auf einem Containerschiff antreten. Knapp zwei Wochen lang wird er mit Camila Otalora auf einem Frachter mitfahren und Interviews mit Seeleuten führen. Sie werden sie über ihre tägliche Arbeit befragen, über Gefahren und Unfälle, über ihre Familien, ihre Probleme, Pläne und Wünsche und über ihren Glauben. Es werden Seeleute verschiedener Nationen befragt, denn gerade die kulturellen Unterschiede bestimmen das Zusammenleben an Bord. Die Erzählungen der Seeleute werden aufgeschrieben und zu Szenen gestaltet.

Veranstalter ist die Deutsche Seemannsmission Bremerhaven. Sie betreibt in Bremerhaven ein Seemannsheim, den Seemannsclub „Welcome“ als Tagestreffpunkt und Anlaufstelle für Seeleute, einen Besuchsdienst an Bord der Schiffe sowie Seelsorge für Seeleute in Krankenhaus und Gefängnis. Ein Kuratorium aus Vertretern der maritimen Wirtschaft und Behörden berät die Station in ihrer Arbeit.

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